IMG 3362

Logo

LTV - Informationen

Ergebnisbericht
über den Ablauf der Fusionsgespräche SVL / LemwerDer Turnverein.

Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass die nachfolgende Auflistung von Gesprächen wertneutral auf der Grundlage genehmigter Protokolle beider Vereine aufgestellt wurde. Diese Protokolle können jederzeit zum Vergleich eingesehen werden. Kommentare und Hinweise sind in kursiv gesetzt. Insgesamt hatte der LTV 11 und der SVL 9 Protokolle aufgestellt. Alle Protokolle sind von den Vorständen genehmigt.

Fusionsgespräche ab 2007

Auf der JHV im März 2007 hatte der damalige LTV-Vorstand vorgeschlagen, dem SVL zu signalisieren, dass der LTV an Fusionsgesprächen interessiert ist. Die Mitgliedersammlung stimmte diesem Vorschlag zu und erteilte dem Vorstand das Mandat, bei Interesse Fusionsgespräche mit dem SVL aufzunehmen.

Fusionsgespräche ab 2008

Der SVL ignorierte zuerst über ein Jahr lang diverse Hinweise und Angebote, bis dann Anfang des Jahres 2008 Kontakt zum LTV aufgenommen wurde.

Am 15.04.2008 fand das erste Treffen statt. Beteiligt waren an der ersten Sitzung, Meinrad Rohde, Jürgen Ohlzen, Helmut Eichinger und Harald Scharfenberg vom SVL, Burkhard Koberg und Jürgen Stolle vom LTV.

  • Der LTV machte den Vorschlag, zunächst im Jugendbereich zu kooperieren. Jugendliche könnten dann übergreifend und kostenneutral in Bereiche wechseln, die der jeweils andere Verein nicht anbietet.
  • Dieser Vorschlag wurde vom SVL mit dem Argument abgelehnt, dass der administrative Aufwand zu groß und kaum zu leisten sei.
  • Ziel sollte laut SVL keine Kooperation auch nicht in Teilbereichen, sondern eine möglichst schnelle Fusion sein.
  • Es wurde gemeinsam ein Fahrplan und ein vom LTV aufgestelltes Diskussionspapier für die weiteren Gespräche entwickelt.
  • In dem Fahrplan ging es u. a. um den Abgleich von Sportangeboten, Übungsleiterentschädigungen, Mitgliederzahlen (Doppelmitgliedschaften), Vereinsfinanzen, Vereinsphilosophien, neuer Vereinsnamen, Satzungen etc. Das Diskussionspapier umfasste insgesamt 42 Punkte.

2. Treffen am 29.04.2008.

  • Es wird bei diesem Treffen über die Motivation für eine Fusion diskutiert und das seinerzeit bestehende „Kommunikationsproblem“ in der Fußballsparte angesprochen. Der SVL beabsichtigt die Missverständnisse kurzfristig ausräumen.

3. Sitzung am 20.05.2008.

  • Die Finanzen beider Vereine waren hier in einer gesonderten Sitzung im kleineren Kreis das Hauptthema.
  • Viele, aber nicht alle Fragen konnten geklärt werden. Da andere Punkte im Verlauf der Gespräche später das Thema „Finanzen" überlagerten (Vereinsname), kam es nicht zu einem abschließenden Ergebnis

4. Sitzung am 27.05.2008

  • Gespräch über die Ergebnisse aus dem Finanzabgleich auf der Grundlage vorliegender Finanzunterlagen beider Vereine und den Abgleich von Sportangeboten und Doppelmitgliedschaften. Der LTV hatte daraufhingewiesen, dass durch den Wegfall von Doppelmitgliedschaften Minderbeiträge in Höhe von insgesamt ca. 6.000,00 bis 8.000,00 € zu erwarten seien und dieses bei der Kostenermittlung zur Umsetzung der Fusion berücksichtigt werden muss.
  • Auch das Thema „Stress in der Fußballabteilung" war erneut ein Thema. Laut Aussage des SVL beruhen die Differenzen auf unterschiedlichen Vorstellungen der Zusammenarbeit zwischen Abteilung und Vereinsvorstand.

5. Sitzung am 12.06.2008

  • Hauptthemen waren die Tennishallenproblematik (Gremium beider Vereine, zur Rettung der Halle, Vertrag mit der Gemeinde, Pächtersuche), eine Workshop-Organisation für die ÜL und die Suche nach einem gemeinsamen Vereinsnamen.
    Am 18.06.2008 hatten dann beide Vereine die Übungs- und Abteilungsleiter parallel auf den jeweiligen Sitzungen der Vereine über die Fusionsgespräche und die bisher geklärten Punkte informiert.

6. Sitzung am 24.06.2008

  • Diskutiert wurde die Resonanz der ÜL beider Vereine zu den bisherigen Ergebnissen der Gespräche und Maßnahmen zur Rettung der Tennishalle.

7. Besprechung am 12.08.2008 Hauptthema: neuer, gemeinsamer Vereinsname.

  • Nach Auffassung des SVL-Vorstandes sollte der Großverein nach einer Fusion den Namen SVL tragen, um Kosten von bis zu 60.000,00 € für die Beflockung von neuen Trikots der diversen Mannschaften des SVL einzusparen.
  • Dieser Vorschlag wurde vom LTV-Vorstand abgelehnt. Der LTV schlug als Kompromiss den neuen Vereinsnamen TSV Lemwerder (Turn und Sportverein Lemwerder) vor, weil auf den Trikots beim SVL dann nur ein zusätzlicher Buchstabe neu hinzukäme und die Trikotsätze dann nach und nach ausgetauscht werden könnten, um die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Der SVL-Vorstand wollte daraufhin eine Übungsleiter- und Mitgliederbefragung durchführen, weil der SVL-Vorstand davon ausging, dass die Mitglieder mit einem erneuten Namenswechsel Probleme hätten.
  • Das nächste Treffen war für den 16.09.2008 terminiert, wurde aber auf Wunsch des SVL verschoben. Neuer Besprechungstermin der 05.11.2008. Am 29.10.2008 hatte der LTV-Vorstand dann zur Vorbereitung auf den nächsten Termin seine Übungs- und Abteilungsleiter über den Stand der Gespräche informiert. Eine Abstimmung ergab, dass die ÜL den neuen Namen TSV mittragen würden. Wenn der SVL diesem Namen nicht zustimmen kann, sollten die Gespräche abgebrochen werden. Mit diesem Ergebnis wollte der LTV-Vorstand dann am 05.11.2008 die Verhandlungen fortführen. Aber auch dieser Termin wurde vom SVL bis auf Weiteres verschoben.
  • Am 27.03.2009 verabschiedeten sich Harald Scharfenberg und Helmut Eichinger aus dem SVL-Vorstand. Sie hatten ihren Rücktritt erklärt.

Fusionsgespräche ab 2010

Dann weitere 9 Monate später am 05.01.2010 fand das nächste Treffen (8) statt. Es waren somit seit dem 12.08.2008 rd. 15 Monate vergangen, in denen wir auf das Ergebnis der angekündigten SVL-Mitgliederbefragung zum neuen Vereinsnamen gewartet hatten.

Hier teilte uns der inzwischen neu zusammengesetzten Vorstand des SVL mit, dass er bereit wäre, den Namen „TSV Lemwerder“ zu akzeptieren. Eine Mitgliederbefragung hatte es beim SVL zwischenzeitlich nicht gegeben.

  • Der Taekwan-Do-Verein war auf Nachfrage durch den LTV bereit, ebenfalls an den Fusionsgesprächen teilzunehmen und wurde daraufhin zum nächsten Treffen eingeladen.
  • Der Abgleich sämtlicher Sportangebote, der Mitgliederlisten und der Übungsleiter beider Vereine waren Thema der Sitzung, da nun mit Klaus Uhlhorn (2. Vors.) und Bea Luksch (Finanzen) zwei neue Personen aus dem Vorstand des SVL mit am Tisch saßen und über den Stand der bisherigen Gespräche informiert werden mussten.

9. Sitzung am 02.02.2010, an der auch Olaf Krieg teilnahm und seinen Verein vorstellte.

  • Es wurde vereinbart, die Finanzunterlagen beider Vereine erneut auszutauschen, da inzwischen knapp zwei Jahre vergangen waren, die Zahlen damit nicht mehr aktuell waren und eine Bewertung der Finanzen seinerzeit nicht zu Ende geführt werden konnte.

10. Treffen am 07.04.2010

  • Der LTV äußerte sein Missfallen über die vom SVL gemachten Angaben in einem Presseartikel, der vor den jeweiligen JHV beider Vereine erschienen war. Entgegen der gemeinsamen Absprache, nur gemeinsam abgestimmte Presseerklärungen zum Thema Fusion abzugeben.
  • Jürgen übergibt allen Teilnehmern eine aktuelle Zusammenstellung sämtlicher Unterlagen zum Stand der Fusion (aktualisiertes Diskussionspapier vom LTV).
  • Es wird eine Arbeitsgruppe für die Aufstellung einer Vereinssatzung gebildet, der neue Name TSV wird verabschiedet, die Kosten der Fusion werden angesprochen und die Anzahl von Vorstandsmitgliedern diskutiert. Die Geschäftsstelle ist ein weiteres Thema, ob auch ein hauptamtlicher Geschäftsführer erforderlich sein wird, ist ein Besprechungspunkt. Ebenso werden die Stärken und Schwächen der jeweiligen EDV-Systeme analysiert. Der SVL - in der Vergangenheit ohne elektronisches Verwaltungsprogramm - hatte bedauerlicherweise in der Zwischenzeit ein anderes Mitgliederverwaltungsprogramm, als dass vom LTV bereits seit Jahren genutzte installiert, verbunden mit einem aufwendigen Schulungsumfang. Der SVL wollte beide Programme auf Komptabilität überprüfen. Der LTV ging davon aus, dass jetzt ein erheblicher zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei der Zusammenführung der Mitgliederdaten entstehen würde.

11. Sitzung am 27.04.2010 zum erneuten Abgleich der Finanzen beider Vereine in kleiner Runde

  • Heike und Christina erarbeiten einen Fragenkatalog und fordern weitere Unterlagen vom SVL zur Einschätzung der finanziellen Situation an.
  • Der nächste Termin für ein Gespräch am 25.05.2010 musste verschoben werden, weil der SVL einen Teil der fehlenden Unterlagen erst einen Tag vorher, mit dem Hinweis, dass die restlichen Unterlagen beim Steuerberater seien, an den LTV weitergeleitet hatte.
  • Der vom LTV aufgestellte Fragenkatalog bleibt vom SVL weiter unbeantwortet.
  • Der LTV vergleicht die vorhandenen Zahlen bis 2008 mit den neuen Zahlen des SVL bis 2010. Hieraus ergaben sich weitere Fragen.

12. Treffen am 16.06.2010

  • Olaf Krieg beendet die Teilnahme an den Gesprächen, weil sich die Mitglieder seines Vereins gegen eine Fusion entschieden hatten.
  • Der LTV erkundigt sich nach dem Stand zur Übernahme der Tennishalle durch die Gemeinde und mahnt einen fehlenden Freistellungsbescheid und die noch immer fehlenden Unterlagen zu den Finanzen beim SVL an.
  • Ende Juni 2010 bekommen wir auf erneute Nachfrage mitgeteilt, dass die versprochenen Finanzunterlagen noch beim Steuerberater seien und wir diesen erst nach der Rückgabe zur Einsicht bekämen.
  • Ende August 2010 bietet der LTV dem SVL personelle Unterstützung bei der Aufarbeitung der SVL-Finanzen an. Wir bekommen die Auskunft, dass die Kassenwartin nun von zwei finanztechnisch versierten Damen unterstützt würde und wir die Zahlen vor Jahresende 2010 vorliegen hätten. Parallel zum Warten auf verlässliche Zahlen bekommt der LTV vor den Sommerferien 2010 den Hinweis, dass sich einige ÜL beim SVL offensichtlich nicht mehr wohlfühlen und evtl. zum LTV wechseln möchten. Der 1. Vorsitzende des LTV informiert den Vorsitzenden des SVL über diese Situation und regt an, mit den ÜL zu sprechen, um einen Wechsel vor dem Hintergrund der Fusionsgespräche und wegen der damit verbundenen „schlechten Außenwirkung“ möglichst zu verhindern. Vermutlich hatte der SVL das Ansinnen der ÜL nicht so hoch eingestuft und leider auch einen dringenden 2. Hinweis des LTV ignoriert, sodass sich 3 Übungsleiterinnen des SVL Ende September auf eigenen Wunsch dazu entschlossen hatten, den Verein zu wechseln. In Abwägung darüber, dass diese Aktion evtl. eine schlechte Auswirkung auf die weiteren Fusionsgespräche haben könnte, nimmt der LTV die Sportler auf. Wir wollten verhindern, dass diese qualifizierten Personen in Vereine der Nachbargemeinden abwandern. Außerdem wären nach der geplanten Fusion sowieso wieder alle unter einem Dach vereint. Die folgende Aufregung beim SVL war wenig nachvollziehbar und aus unserer Sicht unbegründet, gab es doch im Vorfeld ausreichende und unmissverständliche Hinweise auf den beabsichtigten Wechsel der Übungsleiter, die im Übrigen selbst auch noch auf ihre Absichten aufmerksam gemacht hatten. Der Vorwurf, die ÜL hätten vorgefertigte Kündigungen und Eintrittsformulare des LTV vor Ort an SVL - Mitglieder verteilt, entspricht so nicht den Tatsachen. Jedes Mitglied kann in unserem Verein auf Wunsch Eintrittsformulare direkt in der Sportstunde beim ÜL bekommen.
  • In einem versöhnlichen Brief hatte dann der damalige 1. Vorsitzendes des LTV versucht dem Vorstand des SVL diesen Sachverhalt nahezubringen und um Freigabe der entsprechenden Hallenstunden gebeten. Leider wurde der Brief in dieser Form so nicht verstanden und bedauerlicherweise sehr unsachlich mit einigen deftigen und unschönen Kommentaren - teilweise unter der viel zitierten Gürtellinie - ausgestattet, beantwortet.
  • Der Versuch alternative Räumlichkeiten für unsere neuen Sportangebote über die Gemeinde zu finden, scheiterte. Ein Gespräch mit dem Bürgermeister brachte ebenfalls keinen Erfolg, der Zugang zu freien Hallenstunden und anderen Einrichtungen wurde uns und somit den Sportlerinnen und Sportlern der Gemeinde verweigert.
  • Der Leserbrief von einem SVL-Mitglied in der Norddeutschen zu diesem Thema fand dafür eine sachlich gute Erklärung.
  • Dankenswerterweise half der CVJM-Kindergarten auf Nachfrage mit Raumangeboten spontan und unbürokratisch, sodass eine Übergangslösung gefunden werden konnte.
  • Fast zeitgleich zum Wechsel der Sportler trat die neugegründete SG akquinet mit dem Wunsch einer Kooperation an den LTV heran. Der Verein wollte in erster Linie ein „Laufverein“ bleiben, parallel dazu jedoch seinen Mitgliedern die Möglichkeit geben, ergänzende Trainingseinheiten anderer Sportarten zu nutzen, für die beim LTV der Grundbeitrag anfällt. Damit sollten auch Doppelmitgliedschaften entfallen. Eine Kooperation zugunsten der Sportler in dieser Gemeinde
  • LTV- Mitglieder können im Gegenzug dazu am Sportprogramm der SG akquinet kostenlos teilnehmen.
  • Am 01.10.2010 schließen die SG akquinet und der LTV nach einem kurzen einmaligen Treffen einen Kooperationsvertrag.

Fusionsgespräche ab 2011

13. Sitzung. Nachdem seit Juni 2010 ein halbes Jahr vergangen war, wurden die Gespräche am 11.01.2011erneut aufgenommen. Ziel ist die Umsetzung der Fusion bis spätestens Ende 2011.

  • Der Vorschlag zu einer Aufarbeitung der Geschehnisse aus dem vergangenen Herbst wurde seitens des SVL als wenig sinnvoll erachtet und abgelehnt. Der LTV hätte gerne gewusst, warum die Hinweise auf den beabsichtigten Wechsel einiger Übungsleiter vom SVL zum LTV seinerzeit so hartnäckig ignoriert wurden und warum es so viele Probleme beim SVL gab, den Kooperationsvertrag mit der SGa zugunsten der Sportler zu akzeptieren.
  • Die durch den ÜL-Wechsel frei gewordenen Hallenstunden beim SVL sollen in Absprache nun doch vom LTV genutzt werden dürfen.
  • Der SVL schlägt eine Kooperation mit dem LTV vor.
  • Da die Konstellationen zu den Doppelmitgliedschaften vorerst zu klären wären und der Verwaltungsaufwand für eine Kooperation - wie bereits in der Vergangenheit vom SVL befürchtet - enorm wäre, (siehe Beginn der Fusionsgespräche 2008), erschien das aus der Sicht des LTV wenig sinnvoll, besonders auch vor dem Hintergrund der parallel laufenden, arbeitsaufwendigen Fusionsgespräche. Zudem wäre vorher das Verhältnis des SVL zum Kooperationsparter des LTV der SG akquinet zu klären und die Komptabilität der verschiedenen EDV - Systeme beider Vereine zu überprüfen.
  • Es wird vereinbart, die Jahresabschlüsse beider Vereine für 2010 bis zum 23.01.2011 auszutauschen und entsprechende Fragen zu beantworten. Sabine Lekat wurde zwischenzeitlich Nachfolgerin der Kassenwartin Bea Luksch.
  • Der SVL gibt an, dass die Freistellung kein Problem mehr sei, sondern dass lediglich zwischen der Gemeinde und dem Finanzamt noch Klärungsbedarf bezüglich der Tennishallenübernahme bestünde. Der SVL habe mit dem Thema nichts mehr zu tun. Eine schriftliche Vorlage des Freistellungsbescheides und der jetzt wiedererlangten Gemeinnützigkeit wird auf Wunsch des LTV vom SVL in Aussicht gestellt.

14. Sitzung am 07.02.2011

  • Der SVL sicherte zu, die noch fehlenden Finanzunterlagen bis zum 11.02.2011 zu liefern.
  • Es wurde vom LTV angeregt, die Mitgliederverwaltung zeitnah zusammenzuführen und sich auch für das Rechnungswesen auf ein gemeinsames EDV-System zu verständigen. Der Vorschlag blieb ergebnislos im Raum stehen.
  • Der SVL wünschte eine Auflistung aller LTV-Sparten mit ausgewiesener finanzieller Ausstattung.
  • Es wird vereinbart, bis zu den jeweiligen Hauptversammlungen eine Erklärung zu den Ergebnissen der Finanzabgleiche zu erarbeiten.
  • Beide Vereine sind sich darüber einig, dass zur Umsetzung der Fusion rechtzeitig ein Anwalt eingeschaltet werden soll, der sich mit der Zusammenführung von Vereinen auskennt.

15. Treffen am 02.03.2011

  • Der SVL übergab die Einnahmen-/und Ausgabenübersicht 2010 verbunden mit dem Vorschlag, diese Zahlen auf der LTV-Jahreshauptversammlung zu präsentieren und umgekehrt sollten die LTV-Zahlen auf der SVL-JHV veröffentlicht werden.
  • Der LTV lehnte dieses Ansinnen mit folgender Begründung ab: Wir möchten nur dann eine Bilanz des SVL vorstellen, wenn diese von uns abschließend geprüft wurde.
  • Der LTV verteilt einen aktualisierten Arbeitskatalog der noch offenen Punkte zur Vorbereitung der Fusion in 2011.
  • Diese Übersicht umfasste u. a. folgende Punkte:
    a) Fertigstellung der Vereinssatzung durch den SVL
    b) Übergabe der fehlenden ÜL-Listen seitens des SVL
    c) Kontaktaufnahme zu Herrn RA Kahrs durch den SVL
    d) Planung eines ÜL/AL Workshops beider Vereine vor den Sommerferien
    e) Übersicht über geplante Anschaffungen und eine genaue Aufstellung von Sportgeräten in
        Form einer Inventur
    f) Übersicht von Versicherungen und sonstigen Verträgen mit Dritten
    g) Aufstellung der Kosten bei einer Fusion
  • Der LTV schlägt erneut vor, sich auf ein EDV-System für die Mitgliederverwaltung zu einigen. Der SVL möchte zuerst fusionieren und die Entscheidung dem neuen Vorstand nach der Fusion überlassen. Fragen zur Geschäftsstelle und zur Beitragsgestaltung sollten nach den Vorstellungen des SVL ebenfalls erst anschließend nach einer Fusion geklärt werden.
  • Anfang April startete der Vorsitzende des SVL per Mail den Versuch, wichtige Themen der Fusion in einem Vier-Augen-Gespräch auf höchster Vorstandsebene (nur 1. Vorsitzende) vorweg zu besprechen, um die Fusionsverhandlungen an den Vorstandsmitgliedern der Vereine vorbei zu beschleunigen.
  • Mitte April erhält der LTV eine Stellungnahme seines Steuerberaters über das Zahlenwerk des SVL
  • Der LTV hatte die kompletten Finanzunterlagen des SVL der Jahre 2009 und 2010 und die jeweiligen Fragen- und Antwortkataloge zu diesem Thema Anfang Februar 2011 an seinen Steuerberater übergeben.
  • Der Steuerberater kam zu dem Ergebnis, dass die Buchführung des SVL erhebliche Defizite aufweist und er aufgrund der ihm vorliegenden Zahlen, dringend von einer Fusion aus wirtschaftlichen Gründen abrät.
  • Sollte eine Fusion dennoch erwogen werden, so sind seiner Meinung nach folgende Unterlagen vom SVL beizubringen:
    a) eine lückenlose und aussagefähige Buchführung des Vereins für die Jahre
        2008 bis 2010
    b) eine rechtsverbindliche Erklärung des Vorstandes über die wirtschaftliche,
        steuerliche oder rechtliche Situation und über bekannte Risiken des SVL.
    c) der letzte Freistellungsbescheid des Finanzamtes und eine Vollmacht,
        Informationen beim Finanzamt einholen zu dürfen.

  • Ferner rät der Steuerberater den beteiligten Vorständen zu einer juristischen Beratung, um die Haftungsfrage zu klären, für den Fall, dass den Beteiligten nach einer abgeschlossener Fusion evtl. ein Fehlverhalten bei den Verhandlungsergebnissen vorgeworfen würde.
  • Der LTV hat das Schreiben des Steuerberaters vor der nächsten geplanten Sitzung dem SVL übermittelt, um dem SVL-Vorstand Zeit zu geben, sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen.

16. Sitzung am 27.04.2011.

  • Der Vorstand des SVL äußert seinen Unmut über das Vorgehen des LTV verbunden mit deutlicher Kritik an den Inhalt das Schreiben unseres Steuerberaters.
  • Der LTV-Vorstand weist die Vorwürfe zurück und stellt die Frage, wie nun mit der Situation weiter umgegangen werden sollte.
  • Der SVL lehnt es ab, die aufgestellten Forderungen des Steuerberaters zu erfüllen.
  • Die Fusion steht kurz vor dem endgültigen Aus.
  • Der LTV-Vorstand macht daraufhin den Vorschlag, die angesprochene Haftungsfrage durch einen Juristen klären zu lassen. Mit diesem Vorschlag sind alle Anwesenden einverstanden. Der SVL gibt an, dass bereits mehrfach ergebnislos versucht wurde, wie besprochen, RA Wolfgang Kahrs (ehemaliger Präsident des Bremer Turnverbandes und erfahren in der Fusion seines eigenen Vereins) zu kontaktieren, eine Antwort steht noch aus. Der LTV macht daraufhin den Vorschlag, die Kontaktaufnahme zu übernehmen.
  • Ferner unterbreitet der LTV den Vorschlag, dass sich die Steuerberater beider Vereine über das Zahlenwerk austauschen.
  • Der SVL entgegnet an dieser Stelle, dass man keinen Steuerberater habe. Der LTV weist daraufhin hin, dass aber in der Vergangenheit als Grund für die verzögerte Übergabe der Finanzen seitens des SVL eine zögerliche Bearbeitung des Steuerberaters angeführt wurde. Beide Vereine hätten doch auch bereits in der Vergangenheit die jeweiligen Honorare der Steuerberater im Hinblick auf die Zukunft verglichen.
  • Es wird eingeräumt, dass dies nicht so war, sondern das die zuständige Person beim SVL lediglich bei einem Steuerberater arbeite, der bereit gewesen sei, sich den Abschluss 2009 anzusehen. Eine vollständige steuerliche Beratung bei einem zu vergebenen Auftrag würde ca. 750,00 € kosten. Aufgrund vieler Umstellungen – Wechsel des Kassenwartes etc., gab es erhebliche Schwierigkeiten mit der Darstellung der Zahlen, so der SVL-Vorstand.
  • Zu der rechtsverbindlichen Erklärung macht der LTV deutlich, dass auch der LTV eine entsprechende Erklärung abgeben würde, zumal diese wahrscheinlich Bestandteil eines zu schließenden Fusionsvertrages werden würde. Der SVL stimmt daraufhin auch dieser Forderung zu.
  • Es wird in dieser Sitzung noch einmal vom LTV angeregt, sich möglichst schnell auf ein einheitliches EDV-System zu verständigen, da die Zusammenführung der Daten immens viel Arbeit mit sich bringen wird und daher unbedingt rechtzeitig mit dem Datenabgleich begonnen werden sollte. Außerdem erhielte man auf diesem Wege Zahlen und Daten, um die zukünftigen Beiträge verlässlich berechnen zu können.
  • Der SVL ist zwar der Meinung, dass diese Aufgabe ein neuer Vorstand angehen sollte, erklärt sich aber bereit, das Mitgliederverwaltungsprogramm „Pro Winner“ des LTV mit dem eigenen Programm zu vergleichen.
  • Anfang Mai stellt der LTV problemlos und zeitnah Kontakt zum RA Kahrs her, der an seinen Partner Günther Sievers verweist, da dieser bereits über Praxiserfahrung bei der Fusion seines eigenen Vereins (SV Grambke mit dem TV Oslebshausen) verfügt.
  • Es findet ein informelles Treffen mit Herrn Sievers und allen LTV-Vorstandsmitgliedern statt, um in erster Linie die Haftungsfrage bezüglich finanzieller Risiken zu klären. Alle anderen Fragen sollten danach gemeinsam auch mit dem SVL besprochen werden, vorausgesetzt der SVL wäre mit der Person Herrn Sievers einverstanden.
  • Am Ende dieser Beratung wird Herr Sievers nach seiner Bereitschaft gefragt, die geplante Fusion juristisch zu begleiten.
  • Wir erfahren in diesem Gespräch, dass eine Verschmelzung die sinnvolle Variante für den neuen Verein ist. Die jeweiligen Rechte, Pflichten und Verbindlichkeiten gehen in den neuen Verein über.
  • Er stimmt dieser Frage zu und schickt am 16.05.2011 einen „Fahrplan“ für die rechtlich korrekte Vorbereitung der Fusion an den LTV.
  • Dieser Fahrplan erhält folgende Punkte:
    Im ersten Schritt:
    a) Verständigung auf eine gemeinsame Satzung
    b) Offenlegung der Finanzen
    c) Beitragsanpassung
    d) Koordination der Sportangebote
    e) Festlegung eines neuen Vereinsnamens
    f) Paritätische Besetzung des Vorstandes aus den beiden vorherigen Vereinen.

    Im zweiten Schritt für die eigentliche Verschmelzung wird Folgendes notwendig
    a) Abschluss eines Verschmelzungsvertrages
    b) Vorlage von Verschmelzungsberichten beider Vereine, der die Mitglieder über
        Sinn und Zweck der Verschmelzung informiert.
    c) Durchführung von getrennten Mitgliederversammlungen auf denen ¾ der
        Anwesenden der Verschmelzung zustimmen müssen.
    Vier Wochen vor den jeweiligen Mitgliederversammlungen müssen folgende Unterlagen ausgelegt werden:
    a) Entwurf des Verschmelzungsvertrages
    b) die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre
    c) die Verschmelzungsberichte
  • Nach den Mitgliederversammlungen mit entsprechender Mehrheit müssten dann die vertretungsberechtigten Vorstände der beiden Vereine den Verschmelzungsvertrag notariell beurkunden lassen.
  • Danach sollte dann die Mitgliederversammlung des neuen Vereins stattfinden, in der die neue Satzung beschlossen und, der neue Vorstand gewählt wird.
  • Das Schreiben von Herrn Sievers wurde dem SVL schriftlich vor dem nächsten Treffen übermittelt.

 Am 24. Mai 2011 tagte der engere Vorstand des LTV, um sich in Kenntnis der Auffassung von Herrn Sievers über die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

  • Der Vorstand des LTV ist sich einig, nicht von der Forderung abzuweichen, die SVL- Finanzen der Jahre 2008 bis 2010 verlässlich durch einen Steuerberater prüfen zu lassen, obwohl haftungsrechtlich keine Probleme zu erwarten wären. Es wird jedoch befürchtet, dass allein die Aussage, nicht für die Zahlen des SVL garantieren zu können und ein evtl. finanzielles Risiko von den Mitgliedern des neuen Vereins getragen werden müsste, dazu führen könnte, dass das Votum der LTV-Mitglieder pro Fusion negativ ausfallen würde.
  • Ferner ist keiner aus dem Vorstand des LTV bereit, im Vorstand des neuen Vereins mitzuarbeiten, solange die Finanzen nicht transparent und valide dargestellt sind.
  • Somit wird beschlossen, dem SVL bei der nächsten Sitzung folgende Punkte, verbunden mit einer angemessenen Frist zur Erledigung, vorzustellen:
    a) Der SVL übergibt seine kompletten Unterlagen an den Steuerberater des       
        LTV oder an einen anderen Steuerberater seiner Wahl. Der LTV stellt als          
        Beispiel die eigenen gebundenen Prüfungsberichte und Bilanzen zur        
        Verfügung.

    b) Der LTVbietet schriftlich an, sich finanziell mit bis zu 1.000,00 € an den
        Kosten für den SVL- Steuerberater zu beteiligen.
    c) Vorlage der Freistellungsbescheide 2009 und/oder 2010 des SVL
    d) Beibringung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes
        Delmenhorst Stichwort: Steuernachzahlung durch Tennishallenverkauf

    e) Nachweis, dass die aberkannte Gemeinnützigkeit des SVL aufgehoben ist.
    f) Bestätigung der Gemeinde, dass keine weiteren finanziellen Forderungen
       gegenüber dem neuen Verein erhoben werden und das Thema „Tennishalle“
       komplett abgeschlossen ist.
    Sollte der SVL diese Forderungen nicht erfüllen
       wollen, müssen die Fusionsverhandlungen ausgesetzt werden, bis die Punkte
       erledigt sind.

17. Treffen am 25.05.2011

  • Der SVL hielt es für unglücklich und unsportlich, dass der LTV den Notar allein und ohne den SVL zu informieren konsultiert hatte. Das Schreiben von Herrn Sievers wird vom SVL zur Kenntnis genommen. Fragen daraus werden nicht gestellt.
  • Der SVL sagt mündlich zu, die geforderten Prüfungsberichte der Jahre 2008 bis 2010 in der vom LTV gewünschten Form innerhalb von vier Wochen zur Verfügung zu stellen.
  • Das für den 21. Juni 2011geplante Treffen entfällt, da die Finanzunterlagen noch nicht vorliegen. Es wird eine Fristverlängerung bis zum 21.08.2011 vereinbart.
  • Am 28.09.2011antwortet der SVL in einer Mail auf erneute Nachfrage vom LTV, dass man das Angebot der finanziellen Unterstützung bei der Aufarbeitung der Zahlen nicht in Anspruch nehmen und auch die geforderten Prüfberichte der Jahre 2008 bis 2010 anders als „angedeutet“ nicht liefern wird, da Testate zu teuer und zu zeitaufwendig seien.
  • Der SVL schlägt die Einbeziehung eines Moderators vor.
  • Der Vorstand des LTV antwortet darauf in einem Brief vom 09.10.2011 dass er im Hinblick auf die Finanzen nichts verlange, was unmöglich oder unzumutbar sei, sondern nur den beim LTV gepflegten Standard als sinnvoll erachten würde.
  • Wir möchten nicht, wie schon oft betont, dass die angestrebte Abstimmung über eine Fusion an evtl. nicht nachprüfbaren Finanzen scheitert. Wir als LTV-Vorstand sehen es als unseren Auftrag an, die Fusion bestmöglich, transparent und verlässlich vorzubereiten, denn am Ende sind es die Mitglieder, die für oder gegen eine Verschmelzung stimmen.

Das sind zusammengefasst die Ergebnisse aus 17 Sitzungen des SVL und LTV-Vorstandes, die aus den jeweiligen gemeinsam aufgestellten und nachlesbaren Sitzungsprotokollen und Anschreiben zusammengestellt wurden. Weiter sollte noch beachtet werden, dass der Vorstand des LTV in die Vorbereitungen zu den Sitzungen, mit dem Aufstellen von Katalogen, Tabellen, Terminplänen, sowie der Prüfung von Unterlagen in den vier Verhandlungsjahren zusätzlich über einhundert Stunden Arbeit investiert hatte. Wir - der Vorstand des LTV - waren bis zuletzt der Meinung, das es möglich sein muss, trotz der überaus komplizierten Regularien und Gesetzgebungen zum Vereinsrecht einen Zusammenschluss zu erreichen. Wenn Gespräche zu einer Vereinsfusion offen und ehrlich geführt werden, können Ergebnisse entstehen, die allen betroffenen Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich mit einem positiven Besprechungsergebnis als Abstimmungsgrundlage, für eine Fusion zu entscheiden. Wir bedauern den jetzigen Zustand sehr und hatten uns deshalb vorgestellt, über den, auf unsere Initiative hin wieder neu belebten Sportbeirat, jetzt ein entsprechendes Forum für Vereine in Lemwerder zu schaffen. Zu unserem Bedauern hat der SVL aber auch hier seine Mitarbeit nach einer kurzen Mitgliedschaft eingestellt und die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Hierzu ein Bericht aus „Mein Verein“ vom18. Mai 2014 [klick]

Aktuell hat der Vorstand des SVL in einer Mail an die Vorsitzende des Sportbeirates Christina Winkelmann erklärt, dem Sportbeirat wieder beitreten zu wollen.